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Chronische Schmerzen im Bewegungsapparat sind keine Krankheit, sondern nur ein Symptom. Und dieses lässt sich mit einem ungewöhnlichen medizinischen Ansatz in den meisten Fällen beseitigen. Ohne Spritzen, Pillen und Operationen

Die meisten meiner Patienten leiden unter ständigen oder wiederholt auftretenden starken Schmerzen. Diese lassen sich in einer ersten Sitzung durch Reizung bestimmter Schmerzpunkte weitgehend ausschalten. Das ist erfreulich, ändert aber das grundsätzliche Problem nicht. Deshalb muss anschliessend mit einer umfassenden Behandlung begonnen werden, die sich auf eine genaue Analyse der blockierten und geschwächten Muskelareale stützt. Einige Bereiche können sofort umprogrammiert werden (siehe später), andere hingegen benötigen Zeit und Geduld, denn es geht nicht ohne eine Selbstumstellung des eigenen Körpers. Und eine solche kann nur mit gezielten Übungen erreicht werden.

BuchCover
Details über Grundsätze, Anwendungsmöglichkeiten, Anforderungen und Heilerfolge der Alternativen Schmerztherapie Stuckensen erfahren Sie auf den folgenden Seiten dieser Homepage wie auch in meinem Buch <<Chronischer Schmerz ist nur Verspannung>>, das über den Versandhandel oder in der Praxis bezogen werden kann. 

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Blume deas Lebens

Verändere Deine Haltung und die meisten Probleme werden von selber verschwinden

Grundlage und Prinzip der Behandlung

Die bisher gestellte Diagnose beschreibt den jetzigen Zustand

Mit einer vorgefertigten Diagnose kann man nicht viel anfangen. Klingt gut, beruhigt, aber führt nicht weiter. Eine Analyse zur Krankheitsursache ist notwendig, sonst kann niemand wirklich etwas dagegen tun. Alle Diagnosen, wie Sie sie auch hier auf dieser Seite am Rande finden, sind oberflächlich, weil sie lediglich einen Endzustand beschreiben. Die Suche nach dem Beginn fehlt.

Wir müssen zurück zur Ursache, um wirklich etwas zu ändern

Es ist fast so, wie in einem Fernsehkrimi. Mit der Leiche (Tatsache) beginnt die eigentliche Suche nach der Ursache. Erste Frage: Wer war der Täter? Zweite Frage: was war das Motiv? Warum hat der Täter das getan? Wenn wir das wissen, können wir auch Vorsorge tragen, damit diese verzweifelte Tat nicht wieder auftreten muss (Prophylaxe).

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Unfälle können, müssen aber nicht die Ursache sein

Den Beginn einer Erkrankung oder eine zeitweise normale Abweichung (Unregelmäßigkeit) können wir nur schlecht feststellen. Der Körper versucht immer sofort alles selbst auszugleichen. Selbst, wenn es ein Unfall gewesen sein sollte, den wir dafür verantwortlich machen, kann es durchaus sein, dass der Unfall eine Folge war, das erste Zeichen einer Schwäche oder gar einer Erkrankung.

Ein schwacher Muskel ist an der Form zu erkennen

Was ist Schwäche? Schwäche bedeutet, man kann nicht mehr das machen was man vorher konnte (Immunschwäche, Sehschwäche, Muskelschwäche). Einen Muskel kann man schon von außen an seinem Volumen ungefähr beurteilen. Ist er eher stark oder schwach? Einen nicht gebrauchten Muskel kann man leicht erkennen. Jeder eingegipste Unterschenkel ist nach einem Monat deutlich dünner, eben Muskelschwund.

Meine Patienten haben keine schwachen Muskeln

Aber: Bei fast allen meinen Patienten mit schwachen Gliedmassen oder Schmerzen sind beide Arme und Beine von außen nicht zu unterscheiden. Die gleiche Form und Muskelmasse. Wenn, dann sind die Unterschiede minimal.

„Wo kommt also die Schwäche her?“

Die Antwort ist überraschend.

„Es gibt gar keine Schwäche“.

Wir haben nicht nur einen Motor, sondern auch eine Bremse

Wie bei jedem beweglichen System (zum Beispiel Auto) muss es einen Motor geben, aber auch eine Bremse. Das ist bei uns genauso. Wir rollen nicht einfach in einer Richtung aus, sondern können sehr rasch unsere Bewegungsrichtung ändern. Diese Bremsfunktion ist bisher nicht gebührend beachtet worden.

Es gibt regen Verkehr auf den Autobahnen und damit auch so manchen Stau

Nun sind wir leider nicht so einfach gebaut wie ein Auto. Es gibt unzählige kleine Motoren (Muskeln) und es gibt mindestens ebenso viele Möglichkeiten diese Motoren abzubremsen (mit Gegenmuskeln). Gesteuert wird das Ganze über ein Nervensystem, das autonom agiert und nicht willentlich beeinflussbar ist. Auch darüber wissen wir nur wenig. Der Sinn ist klar. Es handelt sich um eine Schutzfunktion. Jede Überlastung und Überanstrengung muss vermieden werden. Sinnvolle Bewegungen sind ausgleichend und rhytmisch. Die zivilisierte Welt schreibt uns aber etwas anderes vor. Durch wiederehrende, einseitige Handlung und statuenhafte Unbeweglichkeit, meist im Sitzen werden wichtige Bewegungsbahnen blockiert. In einem lebenden Systemen ist das ein sehr komplexer Widerspruch. Daher gibt es keine eindeutige Zuordnung der Schmerzen und Ausfälle zu einzelnen Krankheiten (Diagnosen), sondern reichlich Variationen. Trotzdem gibt es leicht verständliche Regeln.

Diese neue Sicht erfordert ein Umdenken

Was seit über 50 Jahren als sicher gegolten hat, kann nicht unbedingt in der Heilphase übernommen werden.

  • Sport und Bewegung ist nicht per se gut. Die neue begonnene Umstellung der Muskulatur kann durch übliches Muskeltraining unterbrochen oder verhindert werden.

  • Ein zarter Aufbau, das Erlernen von verloren gegangnener Fertigkeit der blockierten Bahnen kann nur allmählich gehen. Daher ist Geduld wichtig. Das Umprogrammieren der Muskelketten ist jetzt deutlich schwieriger als in den ersten Lebensjahren. Leichte Reize reichen. Mit Gewalt kann man nichts durchsetzen. Daher sind kurzfristigere Kontrollen in einzelnen Phasen nötig. Schritt für Schritt geht die Veränderung. Ein fester Plan kann nicht vorgegeben werden.

  • Eine besondere Rolle spielen die Füße und deren Beweglichkeit.

 

Für die, die es genauer wissen wollem

  Kurz voraus als Übersicht und Entscheidungshilfe mein Programm in 24 Thesen
  1. Ihr Problem ist keine Krankheit und auch keine Diagnose, sondern ein Symptom (Schmerz). Ob das nun einer Fehlstellung des Gelenkes angelastet wird mit entsprechender Abnutzung (Theorie 1) oder einer Verspannung mehrerer Muskel-Sehnen-Faszien-Bahnen (Theorie 2), ist unerheblich. Das eine bewirkt das andere.

  2. Schmerzen sind ein Warnsignal. Lange Zeit merken wir nur leichte Irritationen. Wir beachten diese nicht als Warnung. Wenn Schmerzen auftreten, ist es schon zu spät. Sie gleichen einem Eisberg (siehe oben). Nur der Teil, den man über Wasser sieht, wird beachtet. Doch zur Lösung müssen auch die 80% nicht sichtbarer Blockade vollkommen beseitigt werden. Ihre “Krankheit“ (das eigentliche Problem) hat schon lange begonnen, bevor der Körper Sie darauf aufmerksam gemacht hat mit Schmerzen. Alles ist unterschwellig gewesen, unter Umständen über Jahrzehnte nicht zu bemerken, weil die Bremseigenschaften des automatischen, unbewussten Nervensystems noch nicht gegriffen haben.

  3. Da, wo es jetzt bei Ihnen weh tut, ist nicht die Ursache. Das ist nur bei akuten Schmerzen der Fall (Unfall, Verletzung).

  4. Lokale Verspannungen, zum Beispiel an der Schulter, gibt es nicht. Funktionen sind miteinander verbunden. Es gibt nur Spannungsbahnen (Myofasziale Leitbahnen), die einen Großteil des Körpers durchziehen.

  5. Die Leitbahnen sind nicht automatisch vorgegeben, wie in Büchern beschrieben. Sie entwickeln sich je nach Belastung und der momentan vorhandenen, physischen Konstitution der einzelnen Körperregionen (Fitnesszustand, tägliche Arbeit).

  6. Daraus folgt, es gibt eine große Vielfalt unterschiedlicher Verspannungskonstellationen.

  7. Deswegen kann es auch nicht eine einheitliche Therapie für einen bestimmten Körperbereich oder einer “Diagnose“ geben.

  8. Es gibt lange Belastungsstraßen, die den gesamten Körper durchziehen und auch kurze regionale, die nur von einem Gelenk zum anderen gehen. Die tiefen (inneren) Belastungsstraßen haben mit der äußeren Muskulatur auf den ersten Blick nichts zu tun, sind aber häufig mitbeteiligt und beeinflussen das vegetative Nervensystem und die innere Organe des Thorax- und Bauchbereichs. Sie werden häufig nicht erkannt oder in Betracht gezogen, weil man keinen Zusammenhang sieht, obwohl die Patienten Ihre Beschwerden lang und plastisch äußern.

  9. Agonisten und Antagonisten der Muskulatur stehen nie unmittelbar gegenüber (wie in der Theorie) und sollten auch nicht als eigene Muskeln verstanden werden, sondern eher als die Gemeinschaft von vielen Funktions-Vektoren der beteiligten, umgebenden Muskulatur. Beide haben als Eigenschaft auch die Verantwortung über die gegenseitige Bremsfunktion.FliegenderTnzer

  10. Die gegenüberstehenden Muskeln sind eigentlich nie gleichwertig in unserem normalen Leben. Meist hat eine Seite das Übergewicht. Das führt zu Verschiebungen der Knochen und damit auch der Gelenke. Eine Seite ist immer mehr aktiviert als die andere. Das kann aber nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Gelenkflächen passen mit der Zeit nicht mehr ideal zusammen, gleiten aus dem Zentrum, sind damit exzentrisch verlagert und beginnen aneinander zu reiben. Veränderung von Knorpel- und Knochenmaterial ist die Folge.

  11. Wenn diese Verspannungen länger bestehen bleiben, ist der Körper nicht mehr in der Lage diesen Fehler zu korrigieren (selbstständig zu heilen, was er die ganze Zeit schon versucht hat). Die andauernde tägliche neue Verletzung, führt zu dauerhaften Schaden dieses Gelenks.

  12. Benachbarte Gelenke die auf der gleichen Belastungsbahn liegen, sind natürlich ebenfalls betroffen. Dadurch verkompliziert sich die Situation, da auf dieser zweiten Ebene der Körper wiederum versucht mit den hier ansässigen Muskeln einen Ausgleich und Kompromiss zu finden.

  13. Ein Gelenk nach dem anderen kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kommt zu Verlagerung. Durch Knochenkontakt (z.B. Wirbelsäule) und verspannter Muskulatur (m.piriformis) werden Nerven irritiert. 

  14. Die meisten Probleme lassen sich als Kernursache zurückführen auf Fehlstellungen im Fuß. Durch Fehlbelastung und mangelnde Beweglichkeit wird von hier aus schon in frühen Kinderjahren ein vernünftiges Gleichgewicht im ganzen Körper verhindert.

  15. Einen nicht unerheblichen Einfluss hat die mangelnde Blutversorgung durch Einschnürung verschiedener Haut- und Gliederregionen. Dadurch werden ganze Teile mangelversorgt, vor allem in den Unterschenkeln und den Füßen. Desinteresse, Schmerzen und Ödeme, mangelnde Beweglichkeit und Bequemlichkeit beschleunigen diese Faktoren.

  16. Daraus folgt, jeder hat seinen eigenes “Krankheitsbild“, selbst gebastelt. Es ist so individuell wie der Mensch selbst. Deswegen ist es auch unsinnig, von einer einheitlichen Therapie auszugehen, wie das bis jetzt offensichtlich versucht wird. Dazu kommt der Anspruch des Klienten oder der Patientin, möglichst rasch seine/ihre Probleme loszuwerden, da ja moderne Medizin alles möglich machen sollte. Ein Verständnis oder gar die Kenntnis für den eigenen Körper fehlt. Die langsame, selbstständige Veränderung des Körpers ist die Therapie. Das ist nur vorsichtig und langsam möglich, wie es auch lange gedauert hat bis zur jetzigen Fehlhaltung. Therapie und Übungen sind immer wieder anzupassen.

  17. Es werden eine ganze Menge allgemeiner, guter Ratschläge und Übungen unentgeltlich im Internet angeboten, die nicht falsch sind. Sie haben ihren Wert in der Prophylaxe. Kurzzeitig mögen sie auch einen Erfolg vorgaukeln. Für jemanden der wirklich Probleme und Schmerzen hat, gilt das nicht. Das grundsätzliche Problem ist nicht oberflächlich. Ihr Körper ist sehr raffiniert.

  18. Das ist der Grund, warum fast jeder eine Menge verschiedenen Therapien begonnen und wieder abgebrochen hat. Immer ist irgendwo ein kleines Körnchen Wahrheit und Richtigkeit dabei. Aber der konsequente Ablauf, die Berücksichtigung, dass sich der Körper natürlich unter der der Therapie verändern und selbst heilen muss, das fällt weg. Der Körper braucht Zeit, ein halbes Jahr im Minimum. Aber für die momentane Fehlstellung haben Sie ja auch Jahrzehnte gebraucht. Verglichen damit, ist die Korrekturzeit gering.

  19. Die Folge ist das Schicksal vieler. Nach einer längeren Zeit mit Medikamenten bleibt nur noch ein Ausweg offen, Operation oder Gelenksersatz.

  20. Bisher ist viel zu wenig beachtet worden, wie sich Muskeln gegenseitig hemmen. Diese natürliche Bremsfunktion ist wichtig, um die beteiligten Muskelsysteme nie zu überlasten.

  21. Darüber hinaus sind die einzelnen Körperteile und -Ebenen über ein übergeordnetes Ausgleichssystem so miteinander verbunden, dass der gesamte Körper immer im Gleichgewicht ist. Wenn das nicht der Fall ist oder das nicht geht, wird kompromisslos sofort blockiert (zum Beispiel beim Gehen auf dem Eis).

  22. Wenn dieser automatische, nicht bewusst und willentlich steuerbare Sicherheits-Reflex nicht mehr garantiert ist, werden die einzelnen Bewegungen in den verschiedenen Bereichen langsamer und das Auftreten unsicher, wie im Alter.

  23. Je früher jeder diese Zusammenhänge verstanden hat und sich darum bemüht, ein ausgeglichenes, spannungsfreies Leben ohne dauernde Selbstverletzung zu führen, um so weniger Gesamtschaden wird sein “Selbst“ nehmen.

  24. Unser oberstes Ziel als Menschen ist es, unseren Masseschwerpunkt immer im Zentrum unseres Körpers zu halten. Wenn das nicht der Fall ist, müssen dies Muskelsysteme ausgleichen. 

Anschrift

Dr. J. A. Stuckensen
Giesshübelstrasse 66
8045 Zürich

Kontakt

Fon: +41 (0)445590839
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Web: www.schmerztherapeut-zuerich.ch